Heilwigstrasse

Eine der schönsten Lagen in Hamburg ist der Stadtteil Harvestehude, der am nördlichen Ende der Alster liegt. Die Aussicht an dieser Stelle bietet nicht nur die weitläufige Wasserfläche mit Seglern, Ruderern und den Alsterdampfern, sondern auch schöne Villen, Häuser und Gärten am Ufer. Dort befindet sich eine denkmalgeschützte Villa aus der Jahrhundertwende, die an die Bedürfnisse unseres Auftraggebers angepasst werden sollte. In den Häusern, deren Grundrisse der alten Struktur angeglichen sind, herrschen Gründerzeitflair und Neubau-Offenheit zugleich. Wer sich auf eine denkmalgeschützte Wohnimmobilie einlässt, darf sie nicht verfälschen und muss sie dauerhaft erhalten, um sie als Kulturgut zu sichern. Da dies bei dem Projekt gelungen ist, wurde es für den Preis des Denkmalamtes in Hamburg nominiert.

 

Villenausbau in Harvestehude

Die Hamburger Villa ist ein gutes Beispiel für die gelungene Verschmelzung von Alt und Neu: Vom mit emaillierten Gläsern bestückten Eingang aus erreicht man die großzügige Eingangshalle, über die man über die freigelegte historische Marmortreppe in die Obergeschosse gelangt. Im Erdgeschoss entstanden zwei Küchen, ein geräumiges Esszimmer, das Wohnzimmer mit Blick auf den Garten und ein Kaminzimmer mit ochsenblutroten Wänden als Rückzugsort. In den oberen Etagen wurden etliche Bäder und Schlafzimmer und im Dachgeschoss ein großzügiger Gästebereich realisiert. Funktional und ästhetisch betrachtet, zeichnen klare Linien den Entwurf aus. 

Fakten & Leistungen

Planungs- und Ausführungszeitraum: 2000/2001
Bruttogeschoßfläche: ca. 615 m2
Kunde: privat
Leistungen: Genehmigungs-, Ausführungsplanung, Ausschreibung, Bauleitung